Lenormand2Go – Alle 36 Kartenbedeutungen, Kombinationen und kostenlose Legungen

Lenormand verstehen statt auswendig lernen

Spirituelle Symbole und ihre Bedeutung: 30 Symbole von Anker bis Yin und Yang erklärt

Spirituelle Symbole und ihre Bedeutung: Lebensbaum, Hamsa-Hand, Mond, Yin und Yang, Lotus, Auge des Horus, Om und die Lenormandkarte Anker an einer Tafel

Spirituelle Symbole sind Bilder, die eine geistige Idee sichtbar machen: den Glauben an Schutz, die Hoffnung auf Neubeginn, die Verbindung von Himmel und Erde. Die bekanntesten sind Anker, Kreuz, Herz, Lebensbaum, Lotus, Om, Yin und Yang, Hamsa-Hand, Auge des Horus, Pentagramm, Triskele, Blume des Lebens, Mond und Sonne. Ihre Bedeutung hängt von der Kultur ab, aus der sie stammen: Die Schlange steht in der Bibel für Versuchung, im Äskulapstab für Heilung. Ein Symbol wirkt nicht aus sich heraus, sondern durch das, was Menschen mit ihm verbinden – und genau deshalb kann es im Alltag Halt geben.

Ich lege seit 2005 die Lenormandkarten und arbeite hauptberuflich in der psychologischen Lehre und Forschung. Symbole sind mein tägliches Handwerk: Jede der 36 Lenormandkarten ist ein Bild – Anker, Kreuz, Herz, Schlüssel, Sterne –, und die Kunst des Kartenlegens besteht darin, diese Bilder zu lesen. In diesem Beitrag verbinde ich die Herkunft der großen spirituellen Symbole mit dem, was sie Menschen heute bedeuten, und sage ehrlich dazu, wo moderne Deutungen mehr Wunsch als Überlieferung sind.

Wenn Dich eher die kleinen Zeichen des Alltags interessieren – Zahlen, Federn, ein Lied im Radio –, lies den Beitrag über Zeichen vom Universum. Hier geht es um die Symbole selbst: woher sie kommen und was sie bedeuten.

Spirituelle Symbole auf einen Blick

FrageKurz beantwortet
Was sind spirituelle Symbole?Bilder, die eine geistige Idee darstellen – Schutz, Liebe, Erneuerung, Einheit. Sie stammen aus Religionen, Mythen und Volksglauben und werden heute oft frei neu gedeutet.
Welche spirituellen Symbole sind am bekanntesten?Anker, Kreuz, Herz, Lebensbaum, Lotus, Om, Yin und Yang, Hamsa-Hand, Auge des Horus, Pentagramm, Triskele, Blume des Lebens, Mond, Sonne und Stern.
Was ist das stärkste Schutzsymbol?Ein messbar stärkstes gibt es nicht. Am weitesten verbreitet sind die Hamsa-Hand, das blaue Nazar-Auge, das Auge des Horus, das Kreuz und das Pentagramm.
Welche Symbole stehen für die Seele?Schmetterling, Vogel und Taube, die Flamme und das Licht – im Griechischen bedeutet „Psyche“ zugleich Seele und Schmetterling.
Welche Symbole stehen für Liebe?Herz, Ring, Rose, die Lebensblume und das Unendlichkeitszeichen; in der Lenormandtradition Herz und Ring.
Darf ich jedes Symbol als Tattoo tragen?Grundsätzlich ja, aber religiöse Symbole wie Buddha-Darstellungen oder Om verdienen Respekt, und einige Runen und Zeichen werden von Rechtsextremen missbraucht.
Was hat Lenormand mit Symbolen zu tun?Die 36 Lenormandkarten sind eine Symbolsprache: Anker, Kreuz, Herz, Schlüssel und Sterne tragen dieselbe Bedeutung wie die spirituellen Symbole, aus denen sie stammen.

Was sind spirituelle Symbole? Zeichen, Bedeutung und Herkunft

Das Wort Symbol kommt vom griechischen „symbolon“, abgeleitet von „symballein“, zusammenwerfen. Ein Symbolon war in der Antike ein Erkennungszeichen: Zwei Gastfreunde zerbrachen einen Ring oder eine Tonscherbe, und wer Jahre später die passende Hälfte vorzeigte, wurde als Freund erkannt. Das beschreibt bis heute gut, was ein Symbol leistet. Es verbindet zwei Hälften – ein sichtbares Bild und eine unsichtbare Idee.

Ein Zeichen verweist eindeutig auf etwas: Das Verkehrsschild bedeutet „Vorfahrt achten“, sonst nichts. Ein Symbol dagegen ist mehrdeutig und tief. Der Anker bedeutet Halt, Hoffnung, Treue, Seefahrt und Glaube zugleich, und welche Bedeutung für Dich gilt, hängt von Deinem Leben ab. Spirituelle Symbole sind Symbole, die auf etwas Geistiges verweisen: auf Gott oder das Göttliche, auf die Seele, auf den Kreislauf von Werden und Vergehen, auf Schutz und Heil. Die tiefere Bedeutung eines Symbols erschließt sich deshalb selten auf den ersten Blick.

Der Psychiater C. G. Jung hielt Symbole für die natürliche Sprache des Unbewussten. Viele Motive – der Baum, die Schlange, der Kreis, die Sonne – tauchen in Kulturen auf, die nie Kontakt miteinander hatten; Jung sprach von Archetypen. Sein letztes Buchprojekt, „Der Mensch und seine Symbole“, erschien 1964 nach seinem Tod. Man muss Jungs Theorie nicht übernehmen, um die Beobachtung zu teilen: Bestimmte Bilder berühren Menschen überall auf der Welt.

Spirituell, esoterisch, religiös – die Grenzen sind fließend. Religiöse Symbole wie das Kreuz, der Davidstern oder das Dharma-Rad gehören zu einer Glaubensgemeinschaft und ihrer Lehre. Esoterische Symbole wie die Blume des Lebens oder das Pentagramm in der Magie stammen aus Geheimlehren und Esoterik. Magische Symbole wie Siegel, Zauberformeln und Amulette sollen nach altem Glauben selbst etwas bewirken. Spirituell nennt man heute oft alles, was Menschen persönlich Sinn und Halt gibt, unabhängig von der Herkunft – ein Symbol wird so zum Anker für spirituelle Gedanken. Wie sich Esoterik und Spiritualität unterscheiden, erklärt der Beitrag Unterschied Esoterik und Spiritualität.

BegriffWas er meintBeispiel
ZeichenVerweist eindeutig auf eine SacheVerkehrsschild, Pluszeichen
SymbolVerbindet ein Bild mit einer vielschichtigen IdeeAnker für Hoffnung und Halt
Religiöses SymbolGehört zu einer Glaubensgemeinschaft und ihrer LehreKreuz, Davidstern, Dharma-Rad
Esoterisches SymbolStammt aus Geheimlehren, Magie oder EsoterikPentagramm, Blume des Lebens
Spirituelles SymbolGibt Menschen persönlich Sinn, Schutz oder HaltLebensbaum, Lotus, Feder
Archetyp (C. G. Jung)Urbild, das in vielen Kulturen wiederkehrtBaum, Schlange, Kreis, Sonne

30 spirituelle Symbole und ihre Bedeutung: die Liste von A bis Z

Die folgende Liste ordnet die 30 wichtigsten spirituellen Symbole alphabetisch. Zu jedem Symbol findest Du die Herkunft, die Bedeutung in einem vollständigen Satz und – wo es passt – die Lenormandkarte, die dieselbe Symbolik trägt. Die Grafik darunter zeigt alle 30 Symbole auf einen Blick.

SymbolHerkunftBedeutungLenormandkarte
AnkerSeefahrt, frühes Christentum (Hebräerbrief 6,19: „Anker der Seele“)Der Anker steht für Hoffnung, Halt, Treue und Beständigkeit in stürmischen Zeiten.Anker (35)
AnkhAltes Ägypten, Hieroglyphe für „Leben“Das Ankh steht für das Leben, für Lebenskraft und für das Weiterleben nach dem Tod.–
Auge des HorusAltes Ägypten (Udjat-Auge)Das Auge des Horus steht für Schutz, Heilung und Ganzheit.–
Baum des LebensBibel, nordische Mythologie (Yggdrasil), Kabbala, viele KulturenDer Lebensbaum steht für Wachstum, Verwurzelung und die Verbindung von Himmel, Erde und Ahnen.Baum (5)
BergBibel (Sinai), griechische Mythologie (Olymp), Buddhismus (Berg Meru)Der Berg steht für die Nähe zum Göttlichen, für Beständigkeit und für eine Herausforderung, die bewältigt werden will.Berg (21)
Blume des LebensMuster aus überlappenden Kreisen; Name aus der New-Age-BewegungDie Blume des Lebens steht für Einheit, Harmonie und die Idee, dass alles miteinander verbunden ist.–
Dharma-RadBuddhismusDas Dharma-Rad steht für die Lehre Buddhas und den achtfachen Pfad, der aus dem Leiden führt.–
Endloser KnotenTibetischer BuddhismusDer endlose Knoten steht für die Verbundenheit aller Dinge und für Weisheit und Mitgefühl, die untrennbar sind.–
EuleGriechische Mythologie (Athene)Die Eule steht für Weisheit, Klarsicht im Dunkeln und das Wissen hinter den Dingen.Eulen (12)
FederIndigene Traditionen, Volksglaube, moderne SpiritualitätDie Feder steht für Leichtigkeit, Freiheit und die Verbindung zur geistigen Welt.–
FischFrühes Christentum (Ichthys)Der Fisch steht im Christentum für Christus, allgemein für Fülle, Fruchtbarkeit und das Unbewusste.Fische (34)
HamsaNaher Osten und Nordafrika; Hand der Fatima, Hand der MiriamDie Hamsa-Hand steht für Schutz vor dem bösen Blick und für Segen.–
HerzMittelalterliche Kunst, Christentum (Herz Jesu)Das Herz steht für Liebe, Mitgefühl und das Zentrum des Menschen.Herz (24)
KleeblattIrland (Dreiblatt des heiligen Patrick), Volksglaube (Vierblatt)Das Kleeblatt steht für Glück, das dreiblättrige in Irland auch für die Dreifaltigkeit.Klee (2)
KreuzChristentum, älter als Sonnen- und WeltsymbolDas Kreuz steht für Glauben, Opfer und Erlösung und als Weltsymbol für die Verbindung von Himmel und Erde.Kreuz (36)
LilieChristentum (Maria), französisches Königtum (Fleur-de-Lis)Die Lilie steht für Reinheit, Unschuld und Frieden.Lilien (30)
LotusHinduismus, Buddhismus, Altes ÄgyptenDer Lotus steht für Reinheit und Erwachen, weil er aus dem Schlamm wächst und makellos blüht.Blumen (9)
MandalaHinduismus, Buddhismus („Kreis“ im Sanskrit)Das Mandala steht für Ganzheit, die Ordnung des Kosmos und die Mitte des Selbst.–
MondFast alle Kulturen, MondgöttinnenDer Mond steht für Intuition, Gefühle, Zyklen und das Weibliche.Mond (32)
OmHinduismus, Buddhismus, JainismusOm steht als heilige Silbe für den Urklang, aus dem nach hinduistischer Lehre alles entsteht.–
OuroborosAltes Ägypten, Gnosis, AlchemieDie Schlange, die sich in den Schwanz beißt, steht für Unendlichkeit, Erneuerung und den ewigen Kreislauf.Schlange (7)
PentagrammPythagoreer, Volksglaube (Drudenfuß), moderne MagieDas Pentagramm steht aufrecht für Schutz und die fünf Elemente, umgedreht im modernen Satanismus für das Gegenteil.–
SchlüsselChristentum (Schlüssel des Petrus), VolksglaubeDer Schlüssel steht für Zugang, Wissen und die Lösung eines Problems.Schlüssel (33)
SchmetterlingAntikes Griechenland („Psyche“), ChristentumDer Schmetterling steht für die Seele, für Verwandlung und Auferstehung.–
SonneFast alle Kulturen, SonnengötterDie Sonne steht für Leben, Kraft, Bewusstsein und Erfolg.Sonne (31)
SternBibel (Stern von Bethlehem), Seefahrt (Polarstern)Der Stern steht für Orientierung, Hoffnung und Führung.Sterne (16)
TaubeBibel (Noah, Taufe Jesu), FriedensbewegungDie Taube steht für Frieden, Versöhnung und den Heiligen Geist.–
TriskeleKeltische und vorkeltische Kunst (Newgrange)Die Triskele steht für Bewegung, Entwicklung und die Dreiheit von Körper, Geist und Seele.–
UnendlichkeitszeichenMathematik (John Wallis, 1655), moderne SchmucksymbolikDie liegende Acht steht für Unendlichkeit, ewige Liebe und Verbundenheit.Ring (25)
Yin und YangChinesische Philosophie, DaoismusYin und Yang steht für die Einheit der Gegensätze und das Gleichgewicht, das aus ihnen entsteht.–

Spirituelle Symbole und ihre Bedeutung – Übersicht mit 30 Symbolen von Anker bis Yin und Yang

Die 30 spirituellen Symbole aus der Liste auf einen Blick. Du darfst die Grafik mit einem Link auf diese Seite gern teilen.

Einige Symbole der Liste haben ein so großes Bedeutungsfeld, dass sie einen genaueren Blick verdienen. Die folgenden Abschnitte erklären die sieben Symbole, nach denen am häufigsten gefragt wird.

Der Baum des Lebens: Verwurzelung und Verbindung

Kaum ein Symbol ist so weit verbreitet wie der Lebensbaum. In der Bibel steht er im Garten Eden, in der nordischen Mythologie verbindet die Weltesche Yggdrasil die neun Welten, in der jüdischen Kabbala ordnet der Sefirot-Baum die göttlichen Kräfte. Das Bild ist einleuchtend: Die Wurzeln reichen in die Erde und zu den Ahnen, der Stamm trägt das eigene Leben, die Krone öffnet sich zum Himmel. Wer den Lebensbaum als Schmuck trägt, sagt damit oft: Ich weiß, woher ich komme, und ich wachse weiter. Im Lenormand trägt der Baum dieselbe Symbolik von Wachstum, Gesundheit und langsamer, beständiger Entwicklung.

Der Lotus: Reinheit, die aus dem Schlamm wächst

Die Lotusblume, auch Lotos genannt, wurzelt im Schlamm, wächst durch trübes Wasser und öffnet sich über der Oberfläche makellos und rein. Deshalb ist sie im Buddhismus das Symbol des Erwachens: Der Mensch kann aus seinen Verstrickungen herauswachsen, ohne dass der Schmutz an ihm haften bleibt. Buddha und viele hinduistische Gottheiten werden auf einer Lotusblüte sitzend dargestellt, und in indischen Tempelteichen stehen Lotosblumen bis heute für rituelle Reinheit. Im alten Ägypten stand der blaue Lotus, der sich morgens öffnet und abends schließt, für die Sonne, die Schöpfung und die Wiedergeburt. Die Farbe verändert die Deutung: Ein weißer Lotus steht für geistige Reinheit, ein roter für Liebe und Mitgefühl.

Om: der Urklang des Universums

Om, auch Aum geschrieben, ist das bekannteste Symbol im Hinduismus: die heilige Silbe, die als Urklang des Universums gilt und auch im Buddhismus und Jainismus verwendet wird. Die Mandukya-Upanishad deutet ihre drei Laute als Wachen, Träumen und Tiefschlaf, die Stille danach als das reine Bewusstsein. Om wird am Anfang und am Ende von Gebeten und Mantras gesprochen, und viele kennen es aus dem Yoga. Als Schriftzeichen in Devanagari ist es ein religiöses Symbol – wer es als Tattoo oder auf Kleidung trägt, sollte wissen, dass es für viele Menschen heilig ist.

Yin und Yang: die Einheit der Gegensätze

Das Taiji-Symbol aus der chinesischen Philosophie zeigt einen Kreis, geteilt in eine dunkle und eine helle Hälfte, und in jeder Hälfte einen Punkt der anderen Farbe. Yin steht für das Dunkle, Weiche, Empfangende, Yang als ihr Gegensatz für das Helle, Harte, Aktive. Die Botschaft ist nicht der Kampf der Gegensätze, sondern ihr Zusammenspiel: Keine Seite existiert ohne die andere, und in jeder steckt schon der Keim des Gegenteils. Weil beide Hälften ineinander übergehen, symbolisiert das Zeichen auch den Kreislauf des Lebens: Tag und Nacht, Werden und Vergehen. Deshalb ist Yin und Yang zum weltweit bekanntesten Symbol für Gleichgewicht und Ausgeglichenheit geworden.

Hamsa-Hand, Nazar und Auge des Horus: die Schutzsymbole

Die Hamsa, eine offene Hand mit fünf Fingern – „hamsa“ bedeutet im Arabischen fünf –, ist im Nahen Osten und in Nordafrika seit Jahrhunderten ein Schutzzeichen. Im Islam heißt sie Hand der Fatima, im Judentum Hand der Miriam; oft trägt sie in der Mitte ein Auge. Das blaue Glasauge, in der Türkei Nazar genannt, soll den bösen Blick abwehren: den Neid anderer, der nach altem Glauben Unglück bringt. Das Auge des Horus, das Udjat-Auge, war im alten Ägypten ein Amulett für Schutz und Heilung, weil der Gott Horus sein verlorenes Auge der Sage nach zurückerhielt. Das christliche Auge der Vorsehung im Dreieck steht für den allsehenden Gott.

Das Pentagramm: Schutzzeichen mit zwei Gesichtern

Der fünfzackige Stern, in einem Zug gezeichnet, war schon den Pythagoreern ein Zeichen für Gesundheit und Vollkommenheit. Im Volksglauben hieß er Drudenfuß und wurde auf Türschwellen gemalt, um Druden und böse Geister fernzuhalten – in Goethes „Faust“ hält ein Drudenfuß auf der Schwelle Mephisto im Zimmer fest. Im modernen Hexenkult Wicca steht das aufrechte Pentagramm im Kreis für die vier Elemente und den Geist. Das umgedrehte Pentagramm mit der Spitze nach unten ist dagegen ein Zeichen des modernen Satanismus. Mehr über dunkle Symbole und Rituale steht im Beitrag über schwarze und weiße Magie.

Die Blume des Lebens: heilige Geometrie

Die Blume des Lebens besteht aus gleich großen Kreisen, die sich so überlappen, dass ein Muster aus Blüten entsteht. Solche Kreismuster finden sich schon in der Antike und in Skizzen Leonardo da Vincis; den Namen „Blume des Lebens“ und die Deutung als Bauplan des Universums und Sinnbild für die Einheit allen Seins prägte aber erst die New-Age-Bewegung Ende des 20. Jahrhunderts. Heute gilt sie als Symbol der Einheit und Harmonie und ist das bekannteste Motiv der sogenannten heiligen Geometrie. Weitere Heilige-Geometrie-Symbole sind der Metatron-Würfel und die Merkaba. Dass eine geometrische Form Energie abgibt oder Wasser „harmonisiert“, wie manche Anbieter versprechen, ist nicht belegt – als Meditationsbild und Schmuck hat sie ihren eigenen Wert.

Symbole mit Bedeutung: Welches Symbol steht wofür?

Oft sucht man ein Symbol nicht nach seinem Namen, sondern nach seiner Bedeutung – für ein Geschenk, ein Tattoo, ein Ritual oder einen Neuanfang. Die folgende Tabelle ordnet die Symbole nach den Wünschen, für die sie am häufigsten stehen.

BedeutungPassende SymboleHinweis
SchutzHamsa-Hand, Nazar-Auge, Auge des Horus, Pentagramm, Kreuz, Rune AlgizDie meisten Schutzsymbole zeigen ein Auge oder eine abwehrende Hand.
LiebeHerz, Ring, Rose, Unendlichkeitszeichen, Claddagh-RingDas Herz ist erst seit dem Mittelalter ein Liebessymbol.
Stärke und KraftLöwe, Berg, Eiche, Sonne, keltischer Knoten, Rune UruzDer Berg steht für Beständigkeit, die Sonne für Lebenskraft.
VertrauenAnker, Hand, Brücke, LebensbaumDer Anker ist das klassische Symbol für Halt und Vertrauen.
Innere Ruhe und GelassenheitLotus, Mandala, Buddha, Feder, Enso-KreisViele Ruhesymbole stammen aus dem Buddhismus.
SelbstliebeLotus, Herz mit Kreis, Schmetterling, RoseDer Lotus steht dafür, aus Schwerem heraus zu erblühen.
Neubeginn und WandlungSchmetterling, Phönix, Spirale, Mondsichel, OuroborosDer Phönix steigt aus der eigenen Asche auf.
GlückKleeblatt, Hufeisen, Marienkäfer, SchornsteinfegerDie meisten Glückssymbole stammen aus dem Volksglauben.
WeisheitEule, Schlüssel, Buch, drittes AugeDie Eule war der Vogel der Göttin Athene.
HoffnungAnker, Stern, Taube mit Ölzweig, RegenbogenDer Anker gilt im Christentum als „Anker der Seele“.
SeeleSchmetterling, Vogel, Flamme, Licht„Psyche“ heißt im Griechischen Seele und Schmetterling.
Ewigkeit und UnendlichkeitUnendlichkeitszeichen, Ring, Ouroboros, Kreis, keltischer KnotenFormen ohne Anfang und Ende stehen für das Ewige.
Familie und VerbundenheitLebensbaum, Triquetra, endloser Knoten, Kreis aus HändenVerbundenheit wird oft durch ineinander verschlungene Linien dargestellt.

Viele Glückssymbole aus der Tabelle haben eine lange Geschichte im Volksglauben; woher Hufeisen, Schornsteinfeger und Marienkäfer als Glücksbringer kommen, erklärt der Beitrag über Aberglaube.

Was ist das stärkste Schutzsymbol?

Diese Frage wird oft gestellt, und die ehrliche Antwort lautet: Es gibt kein messbar stärkstes Schutzsymbol. Kein Amulett hat in einer Untersuchung nachweislich Unglück abgewehrt. Was es gibt, sind Symbole mit einer besonders langen und weiten Tradition. Die Hamsa-Hand und das Nazar-Auge werden von Marokko bis Indien in Millionen Häusern aufgehängt, das Auge des Horus schützte schon die Toten im alten Ägypten, das Kreuz und das Pentagramm wurden jahrhundertelang über Türen und Wiegen gemalt. In der nordischen Tradition gilt die Rune Algiz, die wie eine Hand mit gespreizten Fingern oder ein Elchgeweih aussieht, als Schutzrune; mehr dazu im Beitrag über das Runen-Orakel.

Wenn Du ein Schutzsymbol suchst, wähle das, mit dem Du Dich verbunden fühlst. Ein Zeichen, das Dich an Deine eigene Stärke und an die Menschen erinnert, die Dich schützen, ist wirksamer als eines, das nur als besonders mächtig beworben wird.

Buddhistische Symbole: die acht Glückssymbole, ihre Bedeutung und Weisheit

Der Buddhismus hat eine besonders reiche Bildsprache. Im tibetischen Buddhismus sind es vor allem die acht glückverheißenden Symbole, Ashtamangala genannt, die auf Tempeltüren, Gebetsfahnen und Schmuck erscheinen. Sie stehen jeweils für eine Eigenschaft der Lehre Buddhas.

SymbolBedeutung im Buddhismus
SchirmSchutz vor Leid und schädlichen Kräften
Zwei GoldfischeFurchtlosigkeit und Freiheit – wie Fische, die frei durch das Wasser schwimmen
SchatzvaseReichtum an Weisheit und die nie versiegende Fülle der Lehre
LotusReinheit von Körper, Rede und Geist
MuschelhornDie Stimme Buddhas, die die Lehre in alle Richtungen verkündet
Endloser KnotenDie Verbundenheit aller Dinge und die Einheit von Weisheit und Mitgefühl
SiegesbannerDer Sieg des Wissens über Unwissenheit und Angst
Dharma-RadDie Lehre Buddhas und der achtfache Pfad

Daneben sind der Bodhi-Baum, unter dem Buddha die Erleuchtung fand, die Buddha-Augen auf den Stupas Nepals, die Handhaltungen der Buddha-Statuen (Mudras) und der Enso-Kreis des Zen weit verbreitet. Wichtig ist der Respekt: In buddhistischen Ländern gelten Buddha-Darstellungen als heilig. In Sri Lanka wurde 2014 eine britische Touristin wegen eines Buddha-Tattoos auf dem Arm ausgewiesen, und Buddha-Köpfe als Dekoration im Badezimmer empfinden viele Buddhisten als Beleidigung.

Keltische und nordische Zeichen: Triskele, Triquetra und Runen

Keltische und nordische Symbole sind besonders beliebt, vor allem als Schmuck und Tattoo. Bei kaum einer Gruppe klaffen Überlieferung und moderne Deutung aber so weit auseinander. Viele „uralte Wikingersymbole“ sind jünger, als ihre Verkäufer behaupten, und einige werden von Rechtsextremen missbraucht.

SymbolHerkunftBedeutung heuteGut zu wissen
TriskeleDreifache Spirale, z. B. in der Grabanlage Newgrange in Irland (um 3200 v. Chr.)Bewegung, Entwicklung, die Dreiheit von Körper, Geist und SeeleÄlter als die Kelten; die Deutung als Dreiheit ist modern.
TriquetraKeltische und frühchristliche BuchkunstDreifaltigkeit, Verbundenheit, Mutter-Vater-KindWird im Christentum als Symbol der Dreifaltigkeit verwendet.
Keltischer KnotenIrische und schottische Buchmalerei, SteinkreuzeEwigkeit und Verbundenheit, weil die Linie ohne Anfang und Ende istDie berühmten Knoten im Book of Kells entstanden um 800 n. Chr.
KeltenkreuzIrische Hochkreuze des FrühmittelaltersGlaube und Sonne, Himmel und ErdeIn einer bestimmten Form auch Erkennungszeichen von Neonazis.
YggdrasilNordische Mythologie (Edda)Weltenbaum, der die neun Welten verbindetDas Vorbild vieler moderner Lebensbaum-Motive.
RunenGermanische Schriftzeichen, ältestes Futhark mit 24 ZeichenJede Rune hat eine eigene Bedeutung, etwa Algiz für SchutzEinige Runen werden in Deutschland in bestimmten Formen strafrechtlich verfolgt.
VegvísirIsländische Zauberhandschrift „Huld“ von 1860Wegweiser, der vor dem Verirren schützen sollKein Wikingersymbol, sondern rund tausend Jahre jünger.
ValknutBildsteine auf Gotland (Wikingerzeit)Heute oft mit Odin und dem Tod im Kampf verbundenDie ursprüngliche Bedeutung ist unbekannt.

Die Bedeutung der 24 Runen und wie man sie als Orakel befragt, zeigt der Beitrag Runen-Orakel. Wer ein nordisches Symbol tragen möchte, sollte kurz prüfen, ob es missbraucht wird: Die Odal-Rune mit Flügeln, die Wolfsangel, die „Schwarze Sonne“ aus der SS-Burg Wewelsburg und bestimmte Formen des Keltenkreuzes gelten als Erkennungszeichen der rechtsextremen Szene, manche sind in dieser Form in Deutschland verboten. Das ist kein Grund, auf keltische und nordische Symbole zu verzichten – aber ein guter Grund, die Herkunft zu kennen.

Symbole für die Seele und für Verwandlung

Welche Symbole gibt es für die Seele? In vielen Kulturen wird die Seele als etwas Leichtes, Fliegendes gedacht. Im Griechischen bedeutet „Psyche“ zugleich Seele und Schmetterling, und der Schmetterling, der aus der unscheinbaren Raupe schlüpft, wurde im Christentum zum Bild der Auferstehung. Im alten Ägypten stellte man den Ba, einen Teil der Seele, als Vogel mit Menschenkopf dar. Die Taube steht in der Bibel für den Heiligen Geist, die Flamme und das Licht für die unsterbliche Seele – deshalb zünden wir für Verstorbene Kerzen an.

Symbole der Verwandlung erzählen vom Ende und vom Neubeginn. Der Phönix verbrennt und steigt aus der eigenen Asche neu auf. Die Spirale zeigt eine Entwicklung, die sich wiederholt und doch weiterkommt. Die Schlange häutet sich und wird zum Symbol der Erneuerung – und im Äskulapstab zum Symbol der Heilkunst. Nicht verwechseln sollte man ihn mit dem Hermesstab mit zwei Schlangen und Flügeln: Er gehört dem Götterboten Hermes und steht für Handel und Kommunikation, wird aber vor allem in den USA oft fälschlich als Medizinsymbol verwendet. Wie Tiere als persönliche Symbole wirken, erklärt der Beitrag Krafttier finden; die Libelle als Symbol der Verwandlung beschreibt der Beitrag über das Krafttier Libelle.

Spirituelle Symbole als Tattoo und Schmuck: worauf Du achten solltest

Spirituelle Symbole gehören zu den beliebtesten Motiven für Tattoos, Kettenanhänger und Ringe. Viele holen sich ihre Ideen auf Pinterest, wo die Herkunft der Motive allerdings meist fehlt. Gerade eine Tätowierung trägst Du aber ein Leben lang: Ein Symbol, das Du jeden Tag trägst, wird zu einer stillen Erinnerung an das, was Dir wichtig ist. Damit es Dir auch in zehn Jahren noch gefällt, lohnen sich ein paar Fragen vorher.

FrageWarum sie wichtig istBeispiel
Kenne ich die Herkunft?Viele Symbole haben eine religiöse Bedeutung, die Gläubigen heilig ist.Om, Buddha, Kreuz, Davidstern
Kenne ich alle Bedeutungen?Manche Symbole haben eine zweite, dunkle Lesart.Umgedrehtes Pentagramm, bestimmte Runen
Wird das Symbol missbraucht?Einige Zeichen sind Erkennungszeichen von Extremisten.Schwarze Sonne, Odal-Rune mit Flügeln, Wolfsangel
Wo sitzt es am Körper?An Füßen oder Gesäß gelten heilige Symbole in vielen Kulturen als respektlos.Om oder Buddha am Fuß
Was bedeutet es für mich?Ein Symbol trägt am längsten, wenn Deine eigene Geschichte darin steckt.Anker nach einer überstandenen Krise
Passt es auch später noch?Lebensphasen ändern sich, gute Symbole wachsen mit.Lebensbaum, Lotus, Kompass

Als Faustregel gilt: Symbole aus einer lebendigen Religion trägst Du mit Respekt oder gar nicht; Symbole aus Volksglaube, Natur und Mythologie lassen mehr Freiheit. Und wenn eine Werbung verspricht, ein Symbol ziehe Geld, Liebe oder Gesundheit an, darfst Du skeptisch sein – ein Symbol erinnert, es zaubert nicht.

Warum Symbole wirken: Was die Psychologie über Symbole weiß

Dass Symbole Menschen berühren, bestreitet niemand. Spannend ist die Frage, wie sie wirken. Die Psychologie gibt darauf drei Antworten.

Symbole bündeln Bedeutung. Ein Bild kann in einem Augenblick eine ganze Geschichte aufrufen. Der Anker erinnert an einen Menschen, der Dir Halt gegeben hat, der Lebensbaum an Deine Familie. C. G. Jung sah darin die Kraft der Archetypen: Urbilder, die tiefer reichen als Worte. Auch ohne Jungs Theorie ist klar, dass Symbole starke Erinnerungshilfen sind – und damit Brücken zu Gefühlen und Vorsätzen.

Glücksbringer können Selbstvertrauen stärken – vielleicht. In einer viel zitierten Studie der Universität Köln schnitten Versuchspersonen, denen man einen „Glücksball“ gab oder „die Daumen drückte“, beim Golf-Putten und in Geschicklichkeitsspielen besser ab, und wer seinen eigenen Glücksbringer bei sich hatte, löste Gedächtnisaufgaben besser – offenbar, weil sie sich mehr zutrauten (Damisch, Stoberock & Mussweiler, 2010). Eine sorgfältige Wiederholung mit mehr Teilnehmenden fand diesen Effekt allerdings nicht (Calin-Jageman & Caldwell, 2014). Der ehrliche Stand: Ein Symbol kann ermutigen, ein verlässlicher Leistungsverstärker ist es nicht.

Symbole geben Rituale. Eine Kerze anzünden, einen Anhänger berühren, ein Mandala malen: Symbole machen aus einem Gedanken eine Handlung. Studien deuten darauf hin, dass Rituale helfen können, mit Unsicherheit und Trauer umzugehen, weil sie Struktur und ein Gefühl von Kontrolle geben. Das gilt für das Gebet mit dem Rosenkranz genauso wie für den Glücksstein in der Hosentasche.

WirkwegWas passiertWas Du daraus machen kannst
ErinnerungDas Symbol ruft eine Bedeutung oder einen Vorsatz auf.Wähle ein Symbol, das mit Deiner eigenen Geschichte verbunden ist.
ZuversichtDas Symbol stärkt vielleicht das Selbstvertrauen.Nutze es als Ermutigung, nicht als Ersatz für Vorbereitung.
RitualDas Symbol macht aus einem Gedanken eine Handlung.Verbinde es mit einer kleinen, wiederkehrenden Geste.
GemeinschaftDas Symbol zeigt Zugehörigkeit.Achte darauf, zu welcher Gemeinschaft ein Symbol gehört.

Genau so arbeite ich auch mit Karten: Die Bilder wissen nichts über die Zukunft, aber sie öffnen einen Raum zum Nachdenken. Warum das funktioniert, beschreibt der Beitrag Warum Kartenlegen wirkt.

Lenormandkarten als Symbolsprache: 36 Karten, 36 Symbole

Die 36 Lenormandkarten sind im Grunde ein Wörterbuch der Symbole. Jede Karte zeigt ein einfaches Bild, und viele dieser Bilder tragen genau die Bedeutung, die sie auch als spirituelle Symbole haben. Wer die spirituellen Symbole kennt, versteht die Karten schneller – und umgekehrt. Die folgende Tabelle zeigt die Karten mit der stärksten spirituellen Symbolik.

LenormandkarteSymbolische WurzelBedeutung beim Kartenlegen
Anker (35)Christliches Hoffnungssymbol, SeefahrtStabilität, Beständigkeit, Arbeit und Ziel
Kreuz (36)Christliches Kreuz, SchicksalLast, Prüfung, Schicksal, Sinn im Schweren
Herz (24)Herz als Sitz der LiebeLiebe, Zuneigung, Gefühl
Schlüssel (33)Schlüssel des Petrus, ZugangLösung, Sicherheit, Bedeutsamkeit
Sterne (16)Stern als OrientierungKlarheit, Hoffnung, Erfolg
Mond (32)Mond als Symbol der GefühleAnerkennung, Gefühle, Intuition
Sonne (31)Sonne als LebenskraftErfolg, Energie, Zuversicht
Baum (5)LebensbaumGesundheit, Wachstum, Verwurzelung
Schlange (7)Schlange als Versuchung und WeisheitUmweg, Komplikation, Klugheit
Ring (25)Kreis ohne EndeBindung, Vertrag, Kreislauf
Lilien (30)Lilie als ReinheitHarmonie, Frieden, Reife
Berg (21)Heiliger Berg, HindernisHindernis, Verzögerung, Ausdauer
Schiff (3)Lebensreise, ÜbergangReise, Veränderung, Sehnsucht
Turm (19)Turm als Aufstieg und AbgrenzungBehörde, Einsamkeit, Überblick
Klee (2)Kleeblatt als GlückssymbolKleines Glück, Chance
Eulen (12)Vogel der WeisheitGespräch, Unruhe, Austausch

Besonders deutlich ist die Verbindung beim Anker und beim Berg. Der Anker ist in der christlichen Tradition das als „Anker der Seele“ bezeichnete Hoffnungszeichen; im Lenormand wird daraus Beständigkeit und ein fester Hafen im Beruf. Der Berg ist in vielen Religionen der Ort der Gottesnähe – Moses empfängt die Gebote auf dem Sinai –, im Lenormand aber vor allem das Hindernis, das man mit Geduld überwindet. Beide Deutungen gehören zusammen: Das Hindernis ist auch der Ort, an dem man wächst. Alle 36 Karten mit ihren Bedeutungen findest Du in der Übersicht der Lenormandkarten.

So arbeitest Du mit spirituellen Symbolen im Alltag

Ein Symbol entfaltet seine Wirkung, wenn Du ihm einen Platz in Deinem Leben gibst. Diese fünf Wege haben sich bewährt:

WegSo geht esWofür er gut ist
Symbol des MonatsWähle ein Symbol, das für Dein Ziel steht, und stell es sichtbar auf.Vorsätze im Blick behalten
MeditationBetrachte ein Symbol fünf Minuten lang und notiere, was Dir dazu einfällt.Innere Ruhe, Selbsterkenntnis
Mandala malenMale ein Mandala von außen nach innen, ohne Plan.Konzentration, Entspannung
TageskarteZieh morgens eine Lenormandkarte und lies ihr Bild als Symbol für den Tag.Einen Impuls für den Tag
SymboltagebuchNotiere, welche Symbole Dir begegnen und was sie in Dir auslösen.Wiederkehrende Themen erkennen

Wer mit Karten arbeiten möchte, kann mit der Tageskarte beginnen: Eine Karte, ein Bild, eine Frage für den Tag. Und wer auf Symbole im Alltag achtet, findet im Beitrag über Zeichen vom Universum eine Anleitung, wie man sie deutet, ohne sich in ihnen zu verlieren. In den Rauhnächten wählen viele ein Symbol für das kommende Jahr – ein schöner Anlass, dieses Kapitel noch einmal zu lesen.

Fazit: Spirituelle Symbole sind Brücken zwischen Bild und Bedeutung

Spirituelle Symbole verdichten Jahrtausende menschlicher Erfahrung in ein einziges Bild: den Anker für die Hoffnung, den Lotus für das Erwachen, die Hamsa für den Schutz, den Lebensbaum für die Verbindung zu den Ahnen. Ihre Bedeutung ist nicht festgeschrieben, sondern wächst mit den Menschen, die sie tragen. Gerade deshalb lohnt es sich, die Herkunft zu kennen – aus Respekt vor den Kulturen, denen sie heilig sind, und um Missverständnisse zu vermeiden.

Wähle Symbole, die zu Deiner Geschichte passen, und nutze sie als das, was sie am besten können: als Erinnerung, als Ermutigung und als Ausgangspunkt für einen Moment der Besinnung. Die Kraft eines Symbols liegt nicht im Material, sondern in dem, was es in Dir wachruft.

Häufige Fragen zu spirituellen Symbolen

Welche spirituellen Symbole gibt es?

Zu den bekanntesten spirituellen Symbolen gehören Anker, Ankh, Auge des Horus, Baum des Lebens, Blume des Lebens, Dharma-Rad, Feder, Hamsa-Hand, Herz, Kreuz, Lotus, Mandala, Mond, Om, Ouroboros, Pentagramm, Schmetterling, Sonne, Stern, Triskele, Unendlichkeitszeichen und Yin und Yang. Sie stammen aus Religionen, Mythen und dem Volksglauben.

Häufig genannt werden: Anker (Hoffnung), Ankh (Leben), Auge des Horus (Schutz), Lebensbaum (Verbindung), Blume des Lebens (Einheit), Hamsa (Schutz), Herz (Liebe), Lotus (Erwachen), Mandala (Ganzheit), Mond (Intuition), Om (Urklang), Pentagramm (Schutz und Elemente), Triskele (Entwicklung) und Yin und Yang (Gleichgewicht).

Ein messbar stärkstes Schutzsymbol gibt es nicht. Am weitesten verbreitet sind die Hamsa-Hand, das blaue Nazar-Auge, das Auge des Horus, das Kreuz, das Pentagramm und in der nordischen Tradition die Rune Algiz. Am meisten hilft das Symbol, mit dem Du Dich selbst verbunden fühlst.

Der Schmetterling – im Griechischen heißt „Psyche“ Seele und Schmetterling –, der Vogel und die Taube, die Flamme und das Licht. Im alten Ägypten wurde ein Teil der Seele, der Ba, als Vogel mit Menschenkopf dargestellt.

Häufig gewählt werden der Löwe, der Berg, die Eiche, die Sonne, keltische Knoten und die Rune Uruz. Der Berg steht dabei eher für Beständigkeit und Ausdauer, die Sonne für Lebenskraft.

Das klassische Symbol für Vertrauen und Halt ist der Anker, der im Christentum als „Anker der Seele“ gilt. Auch die offene Hand, die Brücke und der Lebensbaum werden als Vertrauenssymbole verwendet.

Der Lotus, das Mandala, der Enso-Kreis aus dem Zen, die Feder und die Buddha-Figur. Viele Symbole der Ruhe stammen aus dem Buddhismus und sollten mit Respekt verwendet werden.

Esoterische Symbole stammen aus Geheimlehren, Magie, Alchemie und der modernen Esoterik, etwa das Pentagramm, die Blume des Lebens, der Metatron-Würfel, der Ouroboros und das Auge der Vorsehung. Manche haben eine lange Geschichte, andere wurden erst im 20. Jahrhundert mit ihrer heutigen Bedeutung versehen.

Die acht glückverheißenden Symbole des Buddhismus sind Schirm, zwei Goldfische, Schatzvase, Lotus, Muschelhorn, endloser Knoten, Siegesbanner und Dharma-Rad. Sie stehen für Schutz, Freiheit, Fülle, Reinheit, die Verkündigung der Lehre, Verbundenheit, Sieg über die Unwissenheit und den achtfachen Pfad.

Ja, aber mit Bedacht. Religiöse Symbole wie Om oder Buddha-Darstellungen sind vielen Menschen heilig und sollten nicht an Füßen oder respektlosen Stellen getragen werden. Außerdem werden einige Runen und Zeichen von Rechtsextremen missbraucht – die Herkunft zu prüfen lohnt sich.

Ein Zeichen verweist eindeutig auf eine Sache, etwa ein Verkehrsschild. Ein Symbol verbindet ein Bild mit einer vielschichtigen Idee: Der Anker bedeutet zugleich Halt, Hoffnung, Treue und Glauben.

Die 36 Lenormandkarten sind eine Symbolsprache. Anker, Kreuz, Herz, Schlüssel, Sterne, Mond, Sonne, Baum und Lilien tragen beim Kartenlegen die Bedeutung, die sie auch als spirituelle Symbole haben – vom Anker als Beständigkeit bis zum Kreuz als Prüfung.

Bild von Damian Garrett

Damian Garrett

Legt seit 2005 die Lenormandkarten. Autor des Lenormand-Praxisbuchs und Entwickler eines eigenen Systems zur Deutung der Kartenkombinationen. Hauptberuflich in der psychologischen Lehre und Forschung. → Mehr über den Autor

Weitere Beiträge
Newsletter

Melde Dich jetzt zum Newsletter an und sichere Dir den GRATIS-Leitfaden mit 5 wertvollen Tipps, um die Lenormand-Kombis richtig zu deuten! 

Bitte sende mir entsprechend Deiner Datenschutzerklärung regelmäßig Informationen zum Kartenlegen und zu folgendem Produktsortiment per E-Mail zu: Leitfäden, Handbücher und Lehrbücher zum Kartenlegen und dem Deuten der Kartenkombinationen.

Rezensionen

Klicke jetzt auf den Link, stöbere durch die ausführlichen Rezensionen und finde das perfekte Deck für Dich! 

Beliebte Karten