Lenormand2Go – Alle 36 Kartenbedeutungen, Kombinationen und kostenlose Legungen

Lenormand verstehen statt auswendig lernen

Wie viele Karten hat das Lenormand?

Lenormand Karten für Deutungen und Kombinationen lernen, romantisch und mystisch.

Wer zum ersten Mal ein Kartendeck mit Wahrsagekarten in die Hand nimmt, stellt fast immer dieselbe Frage: Wie viele Karten hat das Lenormand eigentlich? Die Antwort ist erfreulich eindeutig – anders als beim Tarot gibt es bei den Lenormand-Karten keine Varianten mit unterschiedlicher Kartenzahl, sondern eine feste Zahl, die sich seit rund zweihundert Jahren nicht verändert hat.

Kurze Antwort: Das Lenormand hat 36 Karten. Dieses Deck heißt Petit Lenormand und ist von Karte 1 (Reiter) bis Karte 36 (Kreuz) fest durchnummeriert. Jede der 36 Lenormandkarten trägt ein Bildmotiv und eine aufgedruckte Skatkarte. Manche modernen Decks legen 2 bis 8 Zusatzkarten bei – gedeutet wird trotzdem mit den 36 Grundkarten.

Das Lenormand hat 36 Karten – und zwar immer

Die 36 Karten des Petit Lenormand sind der verbindliche Standard. Egal, ob Du ein historisches Deck aus dem 19. Jahrhundert vor Dir hast oder eine moderne Neuauflage: Reihenfolge, Nummerierung und Motive sind praktisch identisch. Genau das macht die Lenormandkarten so lernbar. Wer die 36 Karten einmal kennt, kann mit jedem Deck arbeiten.

Verwirrung entsteht nur, weil im Umfeld des Lenormand noch andere Kartenwerke kursieren. Diese Übersicht sortiert die Zahlen:

KartenwerkAnzahlKurz erklärt
Petit Lenormand (der Standard)36 Kartendas Deck, das gemeint ist, wenn von „Lenormandkarten“ die Rede ist
Lenormand mit Zusatzkarten38 bis 44 Kartenmoderne Decks legen 2 bis 8 Extrakarten bei – die Basis bleiben 36
Grand Jeu de Mlle Lenormand54 Kartendas große, historische Deck mit Astrologie- und Buchstabenfeldern
Kipperkarten36 Karteneigenes System mit gleicher Kartenzahl, aber anderen Motiven
Tarot78 Karten22 Karten Große Arkana plus 56 Karten Kleine Arkana

Wenn also jemand von „den Lenormandkarten“ spricht, sind die 36 Karten des Petit Lenormand gemeint. Alles andere ist ein eigenes Kartenwerk mit eigener Deutungslogik.

Alle 36 Lenormandkarten mit Nummer und Skatkarte

Die folgende Tabelle listet alle 36 Lenormand Karten in ihrer festen Reihenfolge auf: mit Nummer, Name, der aufgedruckten Skatkarte und einer Kernaussage in drei Stichworten. Ein Klick auf den Kartennamen führt Dich zur ausführlichen Bedeutung und Deutung der jeweiligen Karte mit allen Kombinationen.

Nr.KarteSkatkarteKernaussage
1ReiterHerz 9Nachricht, Bewegung, etwas kommt auf Dich zu
2KleeKaro 6kleines Glück, günstige Gelegenheit
3SchiffPik 10Reise, Ferne, Sehnsucht
4HausHerz 10Zuhause, Familie, Sicherheit
5BaumHerz 7Gesundheit, Wachstum, Wurzeln
6WolkenKreuz KönigUnklarheit, Zweifel, Störung
7SchlangeKreuz DameUmwege, Klugheit, Rivalin
8SargKaro 9Ende, Abschied, Neubeginn danach
9BlumenPik DameFreude, Geschenk, Freundlichkeit
10SenseKaro Bubeplötzlicher Schnitt, Entscheidung
11RutenKreuz BubeGespräch, Diskussion, Wiederholung
12EulenKaro 7Unruhe, Austausch, Nervosität
13KindPik BubeAnfang, Neues, Unbefangenheit
14FuchsKreuz 9Vorsicht, Arbeit, Täuschung
15BärKreuz 10Kraft, Besitz, Autorität
16SterneHerz 6Klarheit, Orientierung, Wunsch
17StörcheHerz DameVeränderung, Umzug, Wandel
18HundHerz BubeFreundschaft, Treue, Vertrauen
19TurmPik 6Abgrenzung, Amt, Alleinsein
20ParkPik 8Öffentlichkeit, Begegnung, Menschen
21BergKreuz 8Blockade, Verzögerung, Hindernis
22WegeKaro DameWahl, Entscheidung, Alternativen
23MäuseKreuz 7Verlust, Stress, Zehrung
24HerzHerz AsLiebe, Zuneigung, Gefühl
25RingKreuz AsBindung, Vertrag, Wiederholung
26BuchKaro 10Geheimnis, Wissen, Ausbildung
27BriefPik 7Nachricht, Schriftliches, Dokument
28HerrHerz Königdie männliche Hauptperson
29DamePik Asdie weibliche Hauptperson
30LilienPik KönigRuhe, Reife, Sexualität
31SonneKaro AsErfolg, Energie, Gelingen
32MondHerz 8Gefühl, Anerkennung, Intuition
33SchlüsselKaro 8Lösung, Zugang, Sicherheit
34FischeKaro KönigGeld, Fülle, Fluss
35AnkerPik 9Stabilität, Arbeit, Beständigkeit
36KreuzKreuz 6Last, Schicksal, Prüfung

Was auf jeder der 36 Karten steht

Jede Lenormandkarte trägt drei Informationen: eine feste Nummer von 1 bis 36, ein Bildmotiv und eine aufgedruckte Skatkarte. Der Zahlenwert bestimmt die Position in der Großen Tafel, das Bildmotiv trägt die Bedeutung, und die Spielkarte hilft bei Personenfragen. Karte 2, der Klee, gilt dabei traditionell als die Glückskarte des Decks.

Die aufgedruckten Spielkarten sind kein Zufall. Sie stammen aus den französischen Farben und wurden bis heute nicht verändert. Beim Deuten helfen sie, einer Person im Umfeld der Fragestellerin oder des Fragestellers Geschlecht, ungefähres Alter und Sternzeichen zuzuordnen. Welche Karten für einen Menschen stehen können, liest Du unter Personenkarten im Lenormand. Die vollständige Bedeutung jeder einzelnen Karte findest Du in der Übersicht Lenormandkarten: Bedeutung aller 36 Karten.

Warum ausgerechnet 36 Karten?

Die Zahl 36 hat einen sehr praktischen Ursprung – und der hat zunächst nichts mit Wahrsagen zu tun.

Die Vorlage war ein Gesellschaftsspiel

Als Vorlage des heutigen Decks gilt „Das Spiel der Hoffnung“, ein Würfel- und Brettspiel aus Nürnberg vom Ende des 18. Jahrhunderts. Es bestand aus 36 Feldern, die man wie ein Spielbrett auslegte und auf denen genau die Motive zu sehen sind, die wir heute kennen: Reiter, Klee, Schiff, Haus, Baum. Die Kartenzahl ergab sich also aus dem Spielaufbau – ein Quadrat aus sechs mal sechs Feldern.

Der Name kam erst nach ihrem Tod

Die berühmte Pariser Kartenlegerin und Wahrsagerin Marie-Anne Lenormand (1772–1843) hat dieses Deck selbst vermutlich nie benutzt. Erst nach ihrem Tod – und nicht, wie oft behauptet, exakt zwei Jahre danach, sondern eher um 1850 – brachten Verleger Kartensätze unter ihrem Namen heraus, um vom Ruf der Mademoiselle zu profitieren. Dabei entstanden zwei Linien: das umfangreiche Grand Jeu de Mlle Lenormand mit 54 Karten und das schlanke Petit Lenormand mit 36 Karten. Durchgesetzt hat sich das kleine Deck, weil es sich schneller legen und leichter lernen lässt.

Wie Madame Lenormand tatsächlich gearbeitet hat, ist historisch nicht belegt. Sicher ist nur: Die 36 Karten, die heute ihren Namen tragen, sind eine Erfindung ihrer Verleger – und ein außerordentlich funktionierendes System.

Wenn ein Deck mehr als 36 Karten hat: die Zusatzkarten

Manche modernen Kartendecks liefern zusätzliche Karten mit. Das ändert nichts am Grundsystem, sondern erweitert es um Themen, die im 19. Jahrhundert schlicht keine Rolle spielten – etwa das Telefon oder die Zeit. Wichtig: Zusatzkarten sind optional. Kein Legesystem setzt sie voraus, und in der Großen Tafel werden sie üblicherweise aussortiert, weil das Muster sonst nicht aufgeht.

DeckKarten gesamtWas zusätzlich enthalten ist
Klassisches Petit Lenormand36keine Zusatzkarten
Mystisches Lenormand38zwei Zusatzkarten sowie Austauschkarten für Herr und Dame
Epic Light Lenormandbis 47Jahreszeiten, Kuss, Telefon, Salon, Gift, Heilerin, Priester
Gilded Reverie Lenormand44Zeit, Brücke, Würfel, Maske, Brunnen, Kompass, Labyrinth, Vergrößerungsglas

Wie die einzelnen Extrakarten gedeutet werden, erklärt der Beitrag Lenormand Zusatzkarten: Bedeutung aller Extrakarten. Für den Einstieg gilt: Leg sie zur Seite und arbeite mit den 36 Grundkarten.

Wie viele Karten braucht man für eine Legung?

Die zweite Frage, die fast immer folgt: Muss ich beim Kartenlegen alle 36 Karten auslegen? Nein. Wie viele Karten gezogen werden, bestimmt das Legesystem – und das richtet sich nach Deiner Frage. Je präziser die Frage, desto weniger Karten brauchst Du. Diese Legemuster sind die gebräuchlichsten:

LegesystemKartenWofür es gedacht ist
Tageskarte1das Grundthema eines Tages – der beste Einstieg für Anfänger
Ja-Nein-Orakel3eine klare Tendenz zu einer Entscheidungsfrage
Dreierlegung3Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft oder Ursache, Lage, Ergebnis
Liebeslegung7beide Seiten einer Beziehung getrennt betrachtet
Neunerlegung9ein Quadrat aus 3×3 Karten mit rund zwanzig Leserichtungen
Keltisches Kreuz10komplexe Fragen mit mehreren Entwicklungssträngen
Große Tafel36alle Karten auf einmal – die vollständige Lebensschau

Als Faustregel gilt: Eine einzelne Karte zeigt ein Thema, drei Karten zeigen einen Verlauf, neun Karten zeigen ein Umfeld mit Ursachen und Folgen. Erst die Große Tafel nutzt tatsächlich alle 36 Lenormandkarten auf einmal. Wenn Du gerade anfängst, beginne mit der Tageskarte und wechsle erst dann zu größeren Legungen, wenn Du die Kernaussagen sicher im Kopf hast.

Unabhängig davon, wie viele Karten Du am Ende auslegst: Gemischt wird immer das komplette Deck aus 36 Karten. Welche Mischtechnik sich dafür eignet und wie lange Du Lenormandkarten mischen solltest, erfährst Du hier.

36 Lenormandkarten oder 78 Tarotkarten – was ist der Unterschied?

Lenormand und Tarot werden oft in einem Atemzug genannt, sind aber zwei grundverschiedene Systeme. Der Unterschied beginnt bei der Kartenzahl und endet bei der Art, wie gedeutet wird.

MerkmalLenormandTarot
Kartenzahl36 Karten78 Karten
Aufbauein durchnummeriertes Deck von 1 bis 3622 Karten Große Arkana, 56 Karten Kleine Arkana
BildspracheAlltagssymbole wie Haus, Brief, Ringarchetypische Szenen wie Der Narr oder Der Gehängte
Deutungimmer aus Kombinationen mehrerer Kartenjede Karte trägt für sich eine ausführliche Aussage
Typische Frage„Was passiert konkret?“„Was bedeutet das für mich innerlich?“
Lernaufwand36 Kernaussagen plus Kombinationslogik78 Einzelbedeutungen plus Symbolik

Lenormandkarten sind ausdrücklich kein „Mini-Tarot“. Eine einzelne Lenormandkarte sagt für sich genommen wenig – ihre Aussage entsteht erst im Zusammenspiel mit den umliegenden Karten. Genau deshalb sind 36 Karten völlig ausreichend: Aus 36 Karten ergeben sich bereits 1.260 mögliche Zweierkombinationen. Wie diese gedeutet werden, zeigt die Übersicht der Lenormand Kombinationen.

Musst Du alle 36 Karten auswendig lernen?

Nein – und das ist die beste Nachricht für Einsteiger. Für den Anfang genügen pro Karte zwei bis drei Kernbegriffe, so wie in der Tabelle oben. Alles Weitere ergibt sich aus der Kombination. Wer die 36 Kernaussagen kennt und versteht, wie zwei Karten sich gegenseitig färben, deutet nach kurzer Zeit präziser als jemand, der Hunderte von Einzelbedeutungen auswendig gelernt hat.

Die Symbolsprache der Lenormand-Karten ist bewusst alltagsnah gehalten: Ein Brief ist eine Nachricht, ein Ring ist eine Bindung, ein Berg ist ein Hindernis. Genau deshalb lassen sich diese Orakelkarten schneller lernen als jedes andere Deck. Einen strukturierten Einstieg findest Du unter Kartenlegen lernen.

Häufige Fragen zur Anzahl der Lenormandkarten

Wie viele Karten hat das Lenormand?

Das Lenormand hat 36 Karten. Dieses Deck heißt Petit Lenormand und ist von Karte 1 (Reiter) bis Karte 36 (Kreuz) fest durchnummeriert. Die Kartenzahl ist bei allen gängigen Decks identisch.

Ja. Manche modernen Decks legen 2 bis 8 Zusatzkarten bei und kommen damit auf 38 bis 44 Karten. Diese Extrakarten sind optional – das Grundsystem bleiben die 36 Karten.

Das Grand Jeu de Mlle Lenormand hat 54 Karten und enthält zusätzlich astrologische Zeichen und Buchstaben. Es ist ein eigenständiges Deck und wird deutlich seltener genutzt als das Petit Lenormand mit 36 Karten.

Die aufgedruckte Spielkarte stammt aus dem französischen Blatt und diente ursprünglich dazu, das Deck auch zum Kartenspielen nutzen zu können. Beim Kartenlegen hilft sie heute, bei Personenfragen Geschlecht, Alter und Sternzeichen einer Person abzuleiten.

Das Tarot hat 78 Karten: 22 Karten der Großen Arkana und 56 Karten der Kleinen Arkana. Das Lenormand kommt mit 36 Karten aus, weil seine Aussage nicht aus der Einzelkarte, sondern aus der Kombination mehrerer Karten entsteht.

Nein. Nur die Große Tafel verwendet alle 36 Lenormandkarten. Für die meisten Fragen genügen eine Karte (Tageskarte), drei Karten (Dreierlegung) oder neun Karten (Neunerlegung).

Beginne mit einer einzelnen Tageskarte und steige danach auf drei Karten um. So lernst Du die 36 Kernaussagen im Alltag kennen, bevor Du mit größeren Legesystemen und vielen Leserichtungen arbeitest.

Die genaue Bedeutung hängt immer von vielen Faktoren ab, wie der Position der Karte in der Legung, den umgebenden Karten und der Frage des Ratsuchenden. Durch eine genaue Interpretation und Analyse der Lenormandkarten kannst Du jedoch wertvolle Einblicke gewinnen, die dem Ratsuchenden helfen können, das Leben besser zu verstehen und zu navigieren.

Alles, was Du zu den Bedeutungen und Kombinationen der Lenormandkarten wissen musst, kannst Du auch in meinem Praxisbuch finden. Du kannst es günstig kaufen und sofort als PDF-Datei herunterladen. Du kannst es auch benutzen, um Deine eigenen Bedeutungen zu entwickeln und die Karten sicherer deuten zu können. Begib Dich auf eine spannende Reise durch die Welt des Kartenlegens und entdecke die Magie in Dir selbstHole Dir jetzt das Praxisbuch hier und starte Deine Reise zu einem treffsichereren, präziseren und wertvolleren Kartenlegen!

Bild von Damian Garrett

Damian Garrett

Legt seit 2005 die Lenormandkarten. Autor des Lenormand-Praxisbuchs und Entwickler eines eigenen Systems zur Deutung der Kartenkombinationen. Hauptberuflich in der psychologischen Lehre und Forschung. → Mehr über den Autor

Weitere Beiträge
Newsletter

Melde Dich jetzt zum Newsletter an und sichere Dir den GRATIS-Leitfaden mit 5 wertvollen Tipps, um die Lenormand-Kombis richtig zu deuten! 

Bitte sende mir entsprechend Deiner Datenschutzerklärung regelmäßig Informationen zum Kartenlegen und zu folgendem Produktsortiment per E-Mail zu: Leitfäden, Handbücher und Lehrbücher zum Kartenlegen und dem Deuten der Kartenkombinationen.

Rezensionen

Klicke jetzt auf den Link, stöbere durch die ausführlichen Rezensionen und finde das perfekte Deck für Dich! 

Beliebte Karten