Lenormand Liebesorakel: beide Seiten einer Beziehung sichtbar machen

Liebesorakel – Titelbild mit aufgefächerten Lenormandkarten, rechts außen die Karte Herz, auf rosa Aquarellgrund

Dieses Liebesorakel arbeitet mit sieben Lenormandkarten und betrachtet beide Seiten getrennt: drei Karten für Dich, drei für die andere Person, eine für das, was zwischen Euch steht. Die Liebeslegung beantwortet keine Ja-Nein-Frage, sondern zeigt, woran eine Verbindung tatsächlich hängt – auch dann, wenn noch gar nichts entschieden ist.

Lenormand2Go

Deine Liebeslegung

Sieben Karten, beide Seiten getrennt: drei für Dich, drei für die andere Person, eine für das, was zwischen Euch steht. Denk beim Ziehen an die konkrete Person – ein Name wird nirgends eingetragen.

Wie soll ich die andere Person nennen?

Die Frage wird nicht ausgewertet und nicht gespeichert. Sie steht nur über Deiner Deutung. Diese Legung beantwortet keine Ja-Nein-Frage und nennt keine Termine – sie zeigt, woran die Verbindung hängt.

Mische die Karten, um zu beginnen.

Der Aufbau

Kartenlegung für Beziehungseinsichten
Aufbau der Liebeslegung

1 · Deine Gefühle — was Du für die andere Person empfindest, unabhängig davon, was Du zeigst.

2 · Deine Erwartung — was Du Dir erhoffst oder befürchtest. Oft die aufschlussreichste Karte, weil sie zeigt, wie sehr die Hoffnung die Wahrnehmung färbt.

3 · Dein Verhalten — was bei der anderen Person tatsächlich ankommt. Deckt sich selten vollständig mit Position 1.

4 · Was zwischen Euch steht — die Brücke oder das Hindernis. Die zentrale Karte der Legung.

5 · Seine (Ihre) Gefühle — was die andere Person empfindet.

6 · Seine (Ihre) Erwartung — was sie sich erhofft oder befürchtet.

7 · Seine (Ihr) Verhalten — was bei Dir ankommt.

Warum diese Aufteilung mehr zeigt als eine Reihe

Die meisten Liebeslegungen werfen alles in ein Bild und liefern eine Gesamtaussage. Das Problem: In Beziehungsfragen liegt die Antwort fast immer in der Differenz, nicht im Gesamteindruck.

Die drei Positionen pro Seite trennen deshalb Fühlen, Erwarten und Verhalten. Erst dadurch werden die Muster sichtbar, die den Unterschied machen:

Wenn Position 1 und 3 auseinanderfallen — Du fühlst etwas anderes, als Du zeigst. Herz auf 1 und Turm auf 3 heißt: Da ist Zuneigung, aber die andere Person sieht Distanz.

Wenn Position 2 die Legung dominiert — Deine Erwartung ist stärker als alles andere im Bild. Ein häufiges Muster bei Menschen, die auf jemanden warten. Die Legung sagt dann weniger über die Beziehung als über die Hoffnung.

Wenn beide Seiten dasselbe fühlen, aber unterschiedlich handeln — Herz auf 1 und Herz auf 5, aber Wolken auf 3 und Fuchs auf 7. Zwei Menschen, die sich mögen und beide zurückhalten. Ohne die Aufteilung wäre das nicht erkennbar.

Wenn Position 4 stärker ist als beide Seiten — steht etwas zwischen Euch, das mit den Gefühlen wenig zu tun hat. Berg, Turm oder Ring auf dieser Position zeigen äußere Umstände, Bindungen oder Verpflichtungen.

Ein durchgerechnetes Beispiel

Frage: „Wie steht es zwischen uns?“

Antwort: die Tabelle zeigt die gezogenen Karten

Position

Karte

1 · Deine Gefühle

Herz (24)

2 · Deine Erwartung

Ring (25)

3 · Dein Verhalten

Wolken (6)

4 · Dazwischen

Berg (21)

5 · Seine (Ihre) Gefühle

Blumen (9)

6 · Seine (Ihre) Erwartung

Kind (13)

7 · Sein (Ihr) Verhalten

Fuchs (14)

Deine Seite: Echte Zuneigung (Herz), die auf Verbindlichkeit zielt (Ring) – aber nach außen unklar bleibt (Wolken). Du willst mehr, zeigst es aber nicht deutlich.

Seine (Ihre) Seite: Er (Sie) empfindet Freude an der Verbindung (Blumen), erwartet aber etwas Leichtes, Unverbindliches (Kind) – und verhält sich zurückhaltend oder ausweichend (Fuchs).

Dazwischen: Der Berg. Ein echtes Hindernis, das Zeit braucht.

Das Gesamtbild: Hier stehen zwei unterschiedliche Erwartungen gegeneinander – Ring gegen Kind. Nicht mangelnde Zuneigung ist das Problem, sondern die Frage nach Verbindlichkeit. Und der Berg zeigt: Das löst sich nicht durch Druck. Die Wolken auf Deiner Verhaltensposition sind dabei der Hebel, den Du selbst in der Hand hast – solange Du nicht sagst, was Du willst, bleibt es bei diesem Bild.

Beachte, was diese Legung nicht tut: Sie sagt nicht, ob es klappt. Sie sagt, woran es hängt.

Für welche Situationen die Liebeslegung taugt

Gut geeignet:

  • Eine bestehende Beziehung, in der etwas stockt
  • Eine Person, bei der Du nicht weißt, woran Du bist
  • Die Frage, ob Deine Erwartung realistisch ist
  • Eine Situation nach einer Trennung

Weniger geeignet:

  • „Wird er zurückkommen?“ — die Legung zeigt Zustände, keine Prognosen
  • Fragen zu einer Person, die Du kaum kennst — es gibt zu wenig, was sich abbilden ließe
  • Fragen nach Terminen

Eine Legung beeinflusst niemanden, sie zeigt Dir nur ein Bild. Dasselbe gilt für jeden Liebeszauber, auch wenn Anbieter etwas anderes versprechen.

Was Du bekommst

  • Sieben Karten mit Bild, Position und Einzeldeutung
  • Beide Seiten getrennt ausgewertet: Gefühl, Erwartung, Verhalten
  • Alle Kombinationen innerhalb jeder Seite — die Verbindungen, die die eigentliche Aussage tragen
  • Die Gegenüberstellung von Position 1 zu 5, 2 zu 6 und 3 zu 7 — hier zeigt sich, wo die Wahrnehmungen auseinandergehen
  • Die Deutung der Mittelkarte im Verhältnis zu beiden Seiten
  • Ein zusammenfassendes Gesamtbild mit konkreten Ansatzpunkten
  • Als PDF speicherbar


Von Hand sind das über zwanzig Verbindungen, die durchzurechnen sind. Genau diese Arbeit nimmt Dir die Auswertung ab.

Transparent gesagt: Es liest niemand persönlich Deine Legung. Was Du bekommst, ist die vollständige Auswertung aller Positionen und Verbindungen – nicht eine individuelle Beratung.

Wenn Du es selbst legen willst

Alles Nötige steht oben. Mit einem eigenen Deck legst Du die sieben Positionen genauso, und die Kartenbedeutungen liefern Dir die Deutungen dazu kostenlos.

Wenn Du das systematisch lernen willst, findest Du im Praxisbuch alle Kombinationen und im Onlinekurs (in Kürze verfügbar) den Aufbau vom ersten Kartenpaar an.

Für die Frage, warum er sich gerade so verhält, ist außerdem das Legesystem Was ist los mit ihm? geeignet – es beschreibt seine Situation statt Eurer Gefühlslage.

Das Praxisbuch bietet Dir alles, was du brauchst um alle Kombinationen treffsicher deuten zu können. Wenn Du das Ableiten systematisch lernen willst, statt Listen auswendig zu lernen: Im Praxisbuch findest Du alle Einzelbedeutungen und Kombinationen bildlich aufbereitet – plus das erprobte System, mit dem Du eigene Deutungen entwickelst.

Häufige Fragen zum Liebesorakel

Wie funktioniert das Lenormand Liebesorakel?

Sieben Karten: drei für Dich (Gefühl, Erwartung, Verhalten), drei für die andere Person in derselben Reihenfolge, eine für das, was zwischen Euch steht. Gedeutet wird zuerst jede Seite für sich, dann die Gegenüberstellung der Positionen, zuletzt die Mittelkarte.

Nein. Es wird nichts eingegeben und nichts gespeichert. Wichtig ist nur, dass Du beim Ziehen an die konkrete Person denkst.

Sie zeigt eine Tendenz für Position 5 – aber mit einer Einschränkung, die ehrlich benannt gehört: Was in einer Legung über eine andere Person erscheint, ist immer auch von Deiner eigenen Wahrnehmung gefärbt. Belastbarer sind die Positionen auf Deiner Seite und die Mittelkarte.

Ja. Gerade in unentschiedenen Situationen ist die Trennung von Gefühl und Verhalten aufschlussreich – sie zeigt oft, dass beide Seiten zurückhalten.

Die Legung selbst ist kostenlos: Du stellst Deine Frage, mischst und ziehst alle sieben Karten, ohne etwas anzugeben. Frei lesbar sind danach die Mittelkarte, die sagt, woran es zwischen Euch hängt, und ein kurzes Fazit. Die vollständige Auswertung mit beiden Seiten, allen Verbindungen und dem Gesamtbild bekommst Du gegen Deine E-Mail-Adresse: Sie erscheint sofort hier auf der Seite und wird Dir zusätzlich zugeschickt, mit einem Link, über den Du sie jederzeit wieder aufrufen kannst. Für einen ersten Eindruck ohne jede Angabe ist die Dreierlegung der richtige Einstieg.

Technisch ja, sinnvoll nur bei einer wirklich veränderten Situation. Dieselbe Frage in derselben Lage zweimal zu legen liefert keine bessere Antwort.

Jede Karte im Ergebnis ist mit ihrer ausführlichen Seite verlinkt. Der Überblick über die Kombinationen erklärt zusätzlich, wie aus zwei Karten eine Aussage wird.

Bild von Damian Garrett

Damian Garrett

Legt seit 2005 die Lenormandkarten. Autor des Lenormand-Praxisbuchs und Entwickler eines eigenen Systems zur Deutung der Kartenkombinationen. Hauptberuflich in der psychologischen Lehre und Forschung.

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